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"Investor plant Büroräume und ein Hotel", Süddeutsche Zeitung

"Bogenhausener Tor" soll Areal um den Vogelweideplatz aufwerten


Bezirksausschuss beschließt gegen die Stimmen der CSU eine Sondersitzung


Der Umbau der Wegeführung am Vogelweideplatz ist noch nicht beendet, schon wirft ein neues Bauprojekt seine Schatten voraus. Nördlich der Einsteinstraße will die Stadt das durch die veränderte Straßensituation entstehende Grundstück überplanen. Südlich der belebten Verkehrsader hat die Bayern Projekt GmbH Ende 2006 nach mehrjährigen Verhandlungen drei Grundstücke in einen Besitz zusammengeführt.


Die so entstandene Fläche von 10 900 Quadratmetern biete – wie Sven Renz, geschäftsführender Gesellschafter der Bayern Projekt, betont – eine einmalige städtebauliche Chance zur Entwicklung des Standorts. Derzeit ist das Gelände noch mit Büro- und Industriegebäuden aus den sechziger Jahren bebaut. Eine Revitalisierung der Bauten sei zwar möglich, aber nicht angestrebt, sagte Kai Fischer von Bayern Projekt. Vielmehr sei eine Aufwertung des Areals durch neue Gebäude geplant, die der Lage am östlichen Eingang zur Stadt Rechnung tragen und sich durch "qualitativ hochwertige Architektur" auszeichnen sollen, meinte Renz. Bezug hierauf nehme der Arbeitstitel des Projektes: "Bogenhausener Tor".


Dem Flächennutzungsplan folgend, soll das im jetzigen Zustand weitgehend asphaltierte Grundstück im Rahmen der Neubebauung deutlich mehr Grünflächen und damit eine höhere Aufenthaltsqualität erhalten. Laut Renz hatte sich die Stadt überrascht gezeigt, es nun südlich der Einsteinstraße auf einem größeren Areal nur mehr mit einem Verhandlungspartner zu tun zu haben.


Die Bayern Projekt hat ihre Ideen bereits dem Stadtrat, der städtischen Planungsbehörde und dem Bogenhausener Bezirksausschuss vorgestellt. Das Unternehmen würde die Auslobung eines städtebaulichen Wettbewerbs – unter Umständen kombiniert mit einem Realisierungswettbewerb – gemeinsam mit der Stadt für beide Areale am Vogelweideplatz begrüßen, kann sich aber auch ein eigenes unabhängiges Wettbewerbsverfahren vorstellen. Gestaltungsdetails seien in einem derart frühen Projektstadium zwar lediglich Spekulation, Überlegungen zur Nutzung des Areals gebe es aber bereits: Es sollen moderne Büroräume und ein Hotel der gehobenen Klasse entstehen. Der Hauptinvestor, die Von der Heyden Group, ist seit 2001 selbst im Hotelgeschäft tätig.


In der Sitzung des Bezirksausschusses kam es rund um das Projekt "Bogenhausener Tor" zu heißen Diskussionen. Umstritten war, inwieweit sich das Stadtviertelgremium bereits jetzt beziehungsweise überhaupt in die Projektplanung einbringen soll. Angelika Pilz-Strasser (Grüne) sagte, ihre Fraktion sei kreativ genug, um auch eine "zweite Strickliesel auf den Weg zu bringen" und regte eine Sondersitzung zum "Bogenhausener Tor" an. Der Vorschlag wurde angenommen. Zehn Mitglieder der CSU-Fraktion stimmten dagegen.


Von Doris Seidel

 
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